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DIE RHEINPFALZ

"Wer ist denn nun der Mörder?"

Wilma Waltraud Pook hat mit "Speyerer Altlasten - Mord im Klostergarten" ihren ersten Kriminalroman geschrieben. Vier Lehrkräfte der Klosterschule fallen einem unbekannten Verbrecher zum Opfer, und die Spuren führen in die Vergangenheit. Lesung mit Franz Laag im Historischen Tabakschuppen in Harthausen.

VON GERD LENHART

"Wer ist denn nun der Mörder?", wollte ein Zuhörer am Ende der knapp zweistündigen Lesung im bis auf den letzten Platz besetzten Historischen Tabakschuppen Harthausen wissen. Das mochte aber Franz Laag am Samstagabend denn doch nicht verraten. Obwohl er zuvor einen ausgiebigen Einblick in das Erstlingswerk seiner Frau Wilma Waltraud Pook gegeben hatte, das jetzt unter dem Titel "Speyerer Altlasten - Mord im Klostergarten" auf den Markt gekommen ist.

Ausgerechnet kurz vor dem Speyerer Brezelfest kommt es in der Domstadt zu grausamen Bluttaten, bei denen vier Personen, darunter zwei Nonnen, ihr Leben verlieren. Die Opfer weisen Gemeinsamkeit auf: Sie waren Lehrkräfte in der Klosterschule, entstammen dem Jahrgang 1938, wohnen in Speyer, sind allein stehend, "gute, unauffällig Bürger der Stadt" und werden auf die gleiche Weise getätet, nämlich mit einer Drahtschlinge stranguliert. Und zu befürchten ist, dass auf der Todesliste des unbekannten Verbrechers weitere "38er" stehen.

Im Kloster muss, das lassen die Recherchen der holländischen Psychologin Inger Babajaga zunehmend erahnen, der Schlüssel zur Lösung der Kriminalfälle versteckt zu sein. Der Täter oder die Täterin lässt am jeweiligen Tatort ein Symbol zurück, mal eine tote Schlange, mal einen roten Apfel. Wie sind diese Zeichen zu deuten, welche Hinweise auf ein Motiv kännten sie liefern? Die Suche nach einer Antwort führt Inger Babajaga und ihre Freundinnen Grete van Potgieter und Ulla Erler weit zurück in die Vergahgenheit und schließlich zu einem verblüffenden Ergebnis.

Der Kriminalroman ist von viel Lokalkolorit geprägt. Die Beschreibung Speyerer Gassen, Straßen, Plätze, Feste, Häuser, Kirchen und Kunstwerke verleiht ihm eine zusätzliche Lebendigkeit und Authentizität.

Die Autorin ist 1958 in Speyer geboren und Enkelin des damaligen Pächter-Ehepaares des "Läwengarten", Maria und Ludwig Hermann.

1968/69 zog ihre Familie nach Harthausen. 1980 bestand Pook ihr Examen als Erzieherin und arbeitete bis 2000 in Kinderheimen und Kindergärten. Zur Jahrtausendwende musste sie diese Arbeit beenden - bei ihr war ein depressives Syndrom diagnostiziert worden. Daraufhin wandte sie sich dem Schreiben zu. Für ein umfangreiches Kinderbuch fand sich kein Verleger, ihr erster Krimi traf dagegen auf ein positives Echo.

Für Nachfolgewerke ist gesorgt. Mit "Nachtigallenmord in Germersheim", "Des Winzers Tod in Edenkoben" und "Morde an Sängerinnen rund um Neustadt" sind noch drei Babajaga-Romane fertiggestellt, weitere über alte Kriminalfälle sollen 2009 folgen. Zwei Kinder- und Jugendbücher gesellen sich dazu. Und ab heute geht es, so Wilma Waltraud Pook richtig zur Sache". Sie beginnt mit einer Reihe ernster Mysterythriller unter dem Titel "Alabaster". Auftakt: "Speyer im Jahr 2028".

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